Radcore extrem

Thüringer Wald
Rampen, Wälder, Rampen
265 km
6.200 hm

265 km, 6.200 hm. Nein – nicht in den Alpen. Sondern im Thüringer Wald. Mit diesen Worten beginnt die Ausschreibung zu einer Veranstaltung im benachbarten Bundesland Thüringen. Schon beim Lesen der ersten Zeilen wußte ich – das müssen wir fahren! Diese wahnwitzige Idee von Jan, dem Veranstalter, im Umkreis von nur wenigen Kilometern sämtliche Steigungen zu fahren, ständig auf der Suche nach Höhenmetern. Soll heißen, es gab nur zwei wichtige Dinge, die man wissen musste; es geht Auf und es geht Ab. Only hills. Dafür aber fette Rampen, ohne Ende. Dann super schnelle Abfahrten. Der Verkehr eher ruhig. Keine aggressiven Autofahrer. Klar, ein Paar Sonntagsfahrer sind überall unterwegs. Trotzdem hatte ich ständig den Eindruck, hier wirst du als Radfahrer respektiert. Keine gefährlichen Überholmanöver. Irgendwie sehr sicher dort. Also alles was das Rennradfahrerherz glücklich macht an einem sonnigen Sonntag – und das verpackt in harten 265 Kilometern.

Schon der Blick auf die Route wirkte furchteinflössend. Bereits 5 Minuten nach der Anmeldung mit Tim, dachte ich mir – „Oh je, was haben wir getan!! Hoffentlich wissen wir, was wir hier tun?!” 🙂 Ich bin vor zwei Wochen in den Dolomiten viele Pässe gefahren. An zwei Tagen jeweils 5.000 hm. Das tut dann schon mal am Nachmittag richtig weh. Irgendwann wollen die Beine einfach nicht mehr. Dann muss der Kopf den Rest erledigen. Daher hatte ich bereits im Vorfeld enorm Respekt vor dieser Veranstaltung. Aber Respekt macht die Sache meist sicherer, überlegter und intensiver.

Gegen 7.00 Uhr in der Früh ging es los. 41 Wahnsinnige stehen am Start. Es ist Sonntag. Gut, man hätte auch noch ein Stück länger schlafen können. Oder gemütlich Frühstücken. Mittagessen im Freien. Aber nein, wir haben uns für Rampen entschieden. Dafür hatten wir ein vorbildlich, organisiertes Event mit 2 Verpflegungsstationen, reich gefüllt mit Getränken und Essen. Auch im Freien 😉 Überhaupt hat mir das Orga-Team dieser Veranstaltung gut gefallen. Coole Typen, immer freundlich, man hatte sich gefühlt, als wäre man ein Kumpel, als würde man sich schon lange kennen. Keine Schwätzer oder Wichtigtuer. Kein reines Abarbeiten der Geschehnisse. Sondern alles Leute, die selbst Spaß an der Sache haben. Das mag ich.

Nun könnte ich vieles über die Strecke erzählen. Von WO wir nach WOHIN gefahren sind, welche Ortschaften wir durchquert haben. Kann ich aber nicht, will ich nicht (siehe Foto oben). Weil dieses Event sich darauf beschränkt hat, Höhenmeter zu fahren. Und wir haben Berge gesehen, viele Berge. Und Wälder. Dichte Wälder. Wir sind Rampen gefahren. Hohe Rampen, teilweise sich endlos anfühlend. Den ganzen Tag. Nichts anderes. Das war alles. Start in Neuhaus am Rennweg. Dann einmal alles im Radius von ca. 20 km abfahren und wie Jan so schön in seiner Ausschreiben geschrieben hat – durchkneten das Ganze 🙂 So einfach war das.

Mein Fazit: mehr Natur, mehr Berge, mehr gute Leute und mehr Intensität – nicht möglich bei einer Startgebühr von 25,- Euro und einer Anfahrt von ca. 1,5 Stunden mit dem Auto plus ein T-Shirt für die, die durchhalten und ankommen. 26/41
Danke, das ich mit euch fahren konnte: Tim, Stefan, Martin und der Steinhorst. CU 2018!

Links:
Ausschreibung Radcore extrem
Radcore Sonnberg
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