Sonne, Mond und Sterne – Oberfranken nonstop

Rund um Oberfranken
546 km
4.700 hm

Einmal Oberfranken umrunden in einem Stück – das war mein Plan. Gesagt, getan nehme ich mir die “Radrunde Oberfranken” vor. Ohne das Radtourenbuch. Nur einen GPX-Track – über die komplette Distanz. Ich wollte den 550 km langen Track der Radstrecke auf Wegbeschaffenheit, auf Ausschilderung und als mögliche Langstreckenfahrt testen – nicht als Radtouristfahrt 😉 sondern in einem Stück, also durchfahren, Tag und Nacht. Außerdem muss ich mir für mein bevorstehendes Highlight, die Alpi4000, bei der ich am 23. Juli starte a) noch ein paar Gedanken machen b) ein wenig Kilometer und Härte einfahren c) meinen mentalen Zustand bewerten. Und weshalb in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah. Hier bin ich Zuhause, hier fahre den größten Teil meiner Kilometer im Jahr. Fichtelgebirge, Fränkische Schweiz und Frankenwald.

Meine Ausrüstung für die nächsten Stunden
– Cyclocrosser mit 32er Slicks, 2 x Licht vorne, zwei Lichter für hinten (ein drittes in der Tasche – ich bin Rücklicht-Verlust-Phobiker)
– Ein Navi für das Routing inklusive dem 550 km GPX-Track
– Eine Oberrohrtasche zur Versorgung von Cockpit, eine Satteltasche für den Rest der Dinge, überwiegend in meinem Fall – Essen 😀
– 2 Akkupacks mit jeweils 10.000 mAh für das Navi und das Smartphone
– 10 Riegel, Trockenobst, 4 Bananen und 1,5 Kilo Nüsse 🙂 falls es mal auf der Strecke nichts zum kaufen gibt. Wie Nachts eben.
– Werkzeug (Kettennieter etc.), Ersatzschlauch, Ersatzmantel, Flickzeug
– erste Hilfe Package, Rettungsdecke, Warnweste, Zahnbürste
– Kleidung, alles was ich getragen habe. Meine weltbeste Regenjacke als Backup in der Satteltasche.

 

 

Der Kurs “Radrunde Oberfranken”
Die Radstrecke “Radrunde Oberfranken” der “Aktivregion Oberfranken” wurden vom ADFC Bayern und dem ADFC Bayreuth geplant und ausgearbeitet. Das Radtourenbuch gibt es hier. Die Strecke verläuft einmal komplett um Oberfranken. Von Bayreuth startend in die fränkische Schweiz bis nach Forchheim, am Steigerwald gekratzt, nach Bamberg, durch das Coburger Land, zum Kurort Bad Rodach, durch den Naturpark Frankenwald nach Bad Steben, weiter nach Hof, Wunsiedel und über das  Fichtelgebirge und wieder zurück bis Bayreuth. Die Route führt vorbei an einer Vielzahl an mittelalterlichen Fachwerkstädten, barocken Schlössern, Burgen, Kirchen und Klöstern und erschließt die schönsten und bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Region. Auf sehr ruhigen Straßen – selten habe ich so wenig Autos gesehen & gespürt und mich richtig wohl und sicher gefühlt. Viele Kilometer auf wunderschönen Radwegen und viel wunderschöne Naturkulisse. Viel asphaltiert. Auch die Nebenstrecken – typisch für unsere Region teilweise sehr holpriger oder klebriger Asphalt. Viele Feld- und Waldwege mit fiesen Schotter. Ein paar Singletrails, nichts wildes. Der gefühlte Anteil von Schotter, Feldwegen, Waldwegen, Singletrails und schwer befahrbaren Asphalt bei ca. 50%. Realistisch vermutlich noch ein wenig höher. Im Rückblick betrachtet war es eine gute Entscheidung nicht mit dem Cervelo zu fahren 🙂 Definitiv nichts für eine typische Rennrad-Konfiguration. Ich bin mit 32er-Slicks gefahren. Das war ein bisschen grenzwertig, besonders bei schnellen Abfahren im Wald auf Schotter. Mit MTB-Skills aber auch zügig kein Problem. Empfehlen würde ich jedoch einen CX-Reifen mit ein wenig Profil.

Die Ausschilderung selbst ist meiner Meinung nach noch sehr unvollständig. Zum Beispiel von Bayreuth bis kurz vor Heiligenstadt habe ich keinen einzigen Wegweiser gesehen. Eigentlich hätte man mir auch einige Schilder mitgeben können, um sie unterwegs zu installieren 😉 Ich weiß nicht, wie es ist, wenn die einzelnen Etappen abgefahren werden, aber als Singletrack, über die 550 km auf jeden Fall nur mit Navi und GPX möglich. Dafür aber landschaftlich eine absolute Gold-Tour unserer Region. Als Langstreckenfahrt nonstop oder auch in einzelnen Etappen.

Es waren auch fiese Steigungen dabei. Besonders das Stück bei Bad Steben im Frankenwald. Das kostet Körner, wenn du Nachts durch gefahren bist und dich der Gegenwind erbarmungslos quält. Ich schwör‘, ich hatte die letzten Kilometer NUR Gegenwind, ab Kronach bis nach Selb. Teilweise sehr zermürbend. Dann diese dicken Rampen im Frankenwald. Auch kurz vor Bad Steben auf Waldwegen. Dort im Wald hatte ich das tiefe Bedürfnis mein Rad in die Schlucht zu werfen, mir ein Surfboard zu kaufen und an‘s Meer zu ziehen 😉 und trotzdem werde ich den Track auf jeden Fall noch einmal fahren. Vielleicht nächstes Mal in einer Gruppe. Als möglicher Audax-Franconia Event, oder als Bikepacking Tour. Wir werden sehen …

Hier mein gefahrener Track bei Strava und meine Fotos.

  

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